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Ratingagentur: S&P stuft Kreditwürdigkeit Italiens herab
Neuer Nackenschlag in der europäischen Schuldenkrise: Italien bekam von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) eine schlechtere Bonitätsnote verpasst. Mitten in der Zitterpartie um neue Finanzhilfen für das von der Pleite bedrohte Griechenland nährt die Herabstufung die Angst vor einem Übergreifen der Krise auf andere Staaten.
An den asiatischen Devisenmärkten gab der Euro am Dienstag um über einen halben US-Cent nach auf 1,3610 Dollar. Die Tokioter Börse fiel im frühen Handel um 1,4 Prozent.
Die S&P-Experten begründeten ihren Schritt mit den schwachen Wachstumsaussichten des Landes. Diese würden auch durch das Reformprogramm der italienischen Regierung nicht entscheidend verbessert. S&P verwies auf die fragile Regierungskoalition in Rom und die politischen Differenzen im Parlament.
Konjunkturprognose gesenkt
„Wir glauben, dass das reduzierte Tempo von Italiens wirtschaftlicher Aktivität die revidierten Finanzziele der Regierung schwer erreichbar macht“, konstatierten die Experten. Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird Regierungskreisen zufolge ihre Konjunkturprognosen für dieses und das kommende Jahr senken. Ein Sparpaket im Volumen von knapp 60 Milliarden Euro soll dazu beitragen, dass Italien bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt erreicht.
Italien ist nach Griechenland das neue Sorgenkind der Euro-Länder.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent 2010 und erwarteten 1,0 bis 1,3 Prozent in diesem Jahr hat sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone deutlich schlechter von der Wirtschaftskrise erholt als der europäische Durchschnitt.
Dieser lag 2010 bei einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent.
Gleichzeitig stieg die Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren stetig und erreicht 2011 mit über 1,8 Billionen Euro einen Spitzenwert von 119 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Auch die Zahl der Arbeitslosen hat seit 2008 kontinuierlich zugenommen. Hatte die Quote 2007 mit 6,1 Prozent einen Tiefstand erreicht, waren es 2010 bereits 8,6 Prozent Arbeitslose.
Für 2011 wird ein weiterer Anstieg um 0,1 Prozentpunkte erwartet. Dabei ist besonders die Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit auf mittlerweile fast 30 Prozent besorgniserregend.
Das Investitionsklima in Italien wird dabei seit langem von einem starken Nord-Süd-Gefälle geprägt. Investoren bevorzugen den Norden und die Mitte Italiens, der Süden gilt als risikoreich.
Auch Deutschland als wichtigster Handelspartner Italiens investiert hauptsächlich in den Metropolen Norditaliens.
Am 20. September stuft die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonität Italiens um eine Note herab.
Quelle: dapd, September 2011
Die Kreditwürdigkeit des Landes wird von S&P nun nur noch mit der Note „A/A-1“ bewertet, das ist eine Stufe niedriger als die bisherige Note „A+/A-1+“. Der Ausblick für die weitere Bewertung bleibe negativ, teilte die Agentur mit.
Die Herabstufung durch S&P kam überraschend. An den Finanzmärkten war damit gerechnet worden, dass zuerst die Ratingagentur Moody's ihre Note für das Land senken würde. Die Moody's-Analysten hatten vergangene Woche mitgeteilt, sie bräuchten für ihre Entscheidung noch einen weiteren Monat Zeit.
Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Das Land ächzt unter einem Schuldenberg von 1,9 Billionen Euro. Es steht mit 120 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in der Kreide.
Nachricht schreckt Asiens Börsen auf
An den asiatischen Märkten reagierten die Investoren verschreckt. „Immer noch mehr von denselben schlechten Nachrichten“, sagte Nomura-Volkswirt Stephen Roberts in Sydney. Dadurch steige die Ansteckungsgefahr in der Krise. Dies treibe die Anleger in sichere Anlagen.
m Zentrum der Aufmerksamkeit steht Griechenland. Der Euro-Schuldensünder braucht dringend neue Finanzspritzen der Geldgeber EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (EZB). Sollte diese sogenannte Troika der Regierung in Athen nicht die erforderlichen Reformfortschritte bescheinigen, ist die nächste milliardenschwere Hilfstranche in Gefahr – und dem Land droht die Staatspleite.
Die Gespräche mit den Troika-Experten sollen an diesem Dienstag fortgesetzt werden. Ein Vertreter des griechischen Finanzministeriums äußerte sich zuversichtlich, dass es dann zu einem Durchbruch kommt. Die Regierung werde voraussichtlich am Mittwoch zu einer Kabinettssitzung zusammenkommen und danach eine Erklärung abgeben.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: semenivanov88 (20.09.2011) W
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