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Laut Staatsanwaltschaft: Duisburger Loveparade war angeblich rechtswidrig
Die Genehmigung der Loveparade, bei der am 24. Juli 2010 in Duisburg 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt wurden, war formal rechtswidrig. Das gehe aus dem Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft Duisburg hervor, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das mehr als 400 Seiten umfassende Papier, das ihr nach eigenen Angaben vorliegt.
Der Bericht werde von der NRW-Landesregierung bislang geheim gehalten. Nach den Erkenntnissen des Berichts lasse sich die bisherige Darstellung der Stadt Duisburg von einem fehlerfreien Handeln der Stadtverwaltung nicht aufrechterhalten, so die Zeitung.
Die Loveparade in Duisburg endete in einer Katastrophe. 21 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt. Die Schuldfrage ist bis heute nicht geklärt. Ein Rückblick:
24. Juli Bei der Abschlusskundgebung entsteht vor dem Eingang des Geländes ein Gedränge. Eine Massenpanik entsteht, Menschen werden erdrückt und niedergetrampelt. Die Polizei meldet zuerst 10 Tote, später erhöht sich die Zahl auf 21.
25. Juli Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt. Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert das Sicherheitskonzept der Veranstalter. Der Organisator der Loveparade, Rainer Schaller, verkündet das Aus der Technoparade.
27. Juli Die Beteiligten schieben zunehmend Beschuldigungen hin und her. Im Zentrum heftiger Kritik steht Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Einen Rücktritt lehnt der CDU -Politiker ab.
28. Juli Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sieht die Verantwortung für die Katastrophe hauptsächlich beim Veranstalter. Die Berliner Lopavent GmbH habe ihr Sicherheitskonzept im Eingangsbereich nicht umgesetzt.
31. Juli Bei einer Trauerfeier nehmen tausende Menschen in Duisburg Abschied von den Opfern. Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.
14. August Sauerland gibt zu, die Öffentlichkeit über erwartete Besucherzahlen getäuscht zu haben. Er berichtet von Morddrohungen gegen ihn.
1. September Ein Gutachten für das nordrhein-westfälische Innenministerium sieht die Verantwortung für die Sicherheit bei der Duisburger Stadtverwaltung und dem Veranstalter Lopavent. Die Stadt Duisburg weist in ihrem Abschlussbericht jede Verantwortung zurück.
13. September Sauerland übersteht im Stadtrat einen Antrag auf Abwahl.
10. November Der Bericht über mögliche Einsatzfehler der Duisburger Polizei bleibt bis auf weiteres unter Verschluss. Auch die Mitglieder des Landtags-Innenausschusses bekommen ihn nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht. Sauerland wird bei einem öffentlichen Auftritt mit Ketchup bespritzt.
1. Dezember Bei der Loveparade-Tragödie haben Handynetzstörungen den Polizeieinsatz nicht beeinträchtigt, sagt NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).
3. Dezember Vier Monate nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg leiden zahlreiche Teilnehmer unter erheblichen psychischen Spätfolgen, sagt der Vorsitzende eines Betroffenenvereins.
15. Dezember Der Landtag von Nordrhein-Westfalen lehnt einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Loveparade ab.
25. Dezember Adolf Sauerland räumt Fehler im Umgang mit dem Loveparade-Unglück ein.
18. Januar Die Staatsanwaltschaft Duisburg nimmt Ermittlungen gegen 16 Menschen auf. Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland soll nicht darunter sein. (Quelle: dpa)
Die Ermittler würden unter anderem Mitarbeitern zweier städtischer Ämter vorwerfen, ihren Verpflichtungen zur Prüfung des Sicherheitskonzepts und der Einhaltung von Auflagen nicht nachgekommen zu sein. Dass es bei der Loveparade zu Toten und Verletzten gekommen sei, sei laut dem staatsanwaltlichen Bericht auch auf das pflichtwidrige Verhalten des Leitenden Polizeidirektors zurückzuführen, der ab dem Mittag für das Einsatzgeschehen verantwortlich gewesen sei.
Von den weiteren 15 Beschuldigten, die der Bericht aufführe, seien 11 zum Zeitpunkt der Loveparade bei der Stadt Duisburg und 4 bei Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller beschäftigt gewesen.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, gegen den laut dem Bericht ebenso wenig strafrechtlich ermittelt werde wie gegen Schaller, habe für diesen Montag eine Erklärung zu seiner "moralischen Verantwortung" angekündigt.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: semenivanov88 (11.07.2011) W
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