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DIW-Studie: Weibliche Chefs verdienen 1000 Euro weniger
Frauen in deutschen Chefetagen sind selten und werden zudem noch immer wesentlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) liegt der Gehaltsunterschied im Schnitt bei einem Fünftel oder gut 1000 Euro pro Monat.

Demnach verdienten im Jahr 2010 vollzeitbeschäftigte Frauen in Führungspositionen im Mittel rund 3860 Euro monatlich, ihre männlichen Pendants hingegen etwa 4900 Euro. Trotz einer Annäherung der Geschlechter beim Chef-Gehalt im vergangenen Jahrzehnt bestehe ungeachtet gleicher Qualifikationen weiter „ein erhebliches Verdienstgefälle“ zwischen Männern und Frauen, erklärte das Institut.
„Eine größere Transparenz, etwa durch Offenlegung der Verdienste, könnte helfen, diesen Missstand zu reduzieren“, sagte die DIW-Ökonomin Elke Holst. Gut bezahlte Führungsjobs seien überwiegend mit Männern besetzt.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte in einer Analyse Anfang des Monats festgestellt, dass in keinem anderen europäischen Land das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß ist wie in Deutschland. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten hierzulande im Schnitt 21,6 Prozent weniger als Männer.
Die großen Unternehmen in Deutschland holen bei der Frauenförderung auf, wie die Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie ermittelte.
Doch viele Programme sind relativ neu und zeigen noch kaum Wirkung:
INVESTITIONENVier von fünf Unternehmen geben Geld für die Unterstützung von Frauen aus.
Entscheidend für den Erfolg ist allerdings nicht das Engagement der Vorstände, sondern vor allem die Bereitwilligkeit der zweiten und dritten Führungsebene.
Hier jedoch spielt das Thema Frauenförderung zumeist noch keine Rolle.
BERUF & FAMILIEIn fast alle größeren Unternehmen (98 Prozent) sind die Arbeitszeiten flexibel und es gibt Möglichkeiten, von Zuhause aus zu arbeiten.
Doch besteht eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, denn nur in jedem vierten Unternehmen (28 Prozent) sind die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen auch "umfassend umgesetzt".
Ähnlich sieht es bei der Kinderbetreuung aus: Die meisten Firmen (89 Prozent) bieten Aufsicht für die Kleinen an – doch wiederum gilt diese Firmenpolitik nur bei wenigen (17 Prozent) als "umfassend umgesetzt".
FÜHRUNGSKRÄFTEAuf der Karriereleiter gibt es von Stufe zu Stufe weniger Frauen.
Etwa 31 Prozent aller Mitarbeiter in den befragten Großunternehmen sind weiblich, auf der Ebene der Abteilungsleiter sind es nur noch 14 Prozent.
Zwar gibt es oft interne Frauenquoten, doch nur gut ein Viertel der Unternehmen erfüllt diese selbstgesteckten Ziele.
VORSTÄNDENur 3 Prozent der Vorstandsposten sind mit Frauen besetzt.
Doch beginnt ein langsamer Wandel: Im vergangenen Jahr waren 16 Prozent der neuen Dax-Vorstände Frauen.
Quelle: dpa
In der Diskussion um eine Frauenquote in Firmen hat der Vorsitzende der Regierungskommission für gute Unternehmensführung, Klaus-Peter Müller, von Frauen mehr Selbstbewusstsein bei der Bewerbung um Führungsstellen gefordert. Eine Quote sei nicht zielführend, sagte Müller dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.
„Mir liegt wirklich am Herzen, dass sich in der Frage in Deutschland etwas bewegt“, erklärte er. „Doch möchte ich auch an die Frauen appellieren: Trauen Sie sich!“ Müller warf der Politik vor, „wie ein Trittbrettfahrer“ auf das Frauenthema aufgesprungen zu sein und es populistisch vor sich herzutreiben. „Wir müssen die Emotionalität wieder aus der Debatte kriegen“, sagte er.
Kategorie: Meine Artikel | Hinzugefügt von: semenivanov88 (20.03.2012) W
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